Trinktemperaturen:
Weißwein: Kühlschranktemperatur ist auch für Weißwein etwas zu kühl, am besten noch 15 Minuten vor dem Trinken stehen lassen. Dann sind die optimalen 7°-10° C erreicht. Zu hohe Temperatur (13° C und mehr) unterstreicht die Restsüße, betont den Alkoholgehalt und lässt Duft und Aroma intensiv zur Geltung kommen.
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| Der Wein büßt seine Frische ein, da die Kohlensäure rasch entweicht. Zu niedrige Temperatur (weniger als 5° C) unterbindet die Entfaltung nahezu aller Geruchs- und Geschmacksstoffe. | Rotwein: Zwar heißt es immer "Zimmertemperatur", damit sind aber nicht 25° C gemeint, sondern 15°-19° C. Wer es genau wissen will, sollte sich ein Küchenthermometer zulegen... Zu hohe Temperatur (über 20° C) lässt den Gerbstoff- und Alkoholgehalt des Weines dominant hervortreten. Säuren sind hingegen kaum schmeckbar. Der Wein wirkt "müde", da er an Frische verliert. |
| Wein |
Trinktemperatur |
einfache, weiße Tafelweine; trockene, säurereiche Weine:
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7° - 9° C |
gehaltvolle, bukettreiche Weißweine, Spätlesen, Auslesen
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10° - 12° C |
Weißweine mit ausgeprägter Restsüße, Trockenbeerenauslesen, Eisweine
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12° - 14° C |
Roséweine
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6° - 8° C |
einfache, rote Tafelweine
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10° - 14° C |
vollmundige, trockene Rotweine
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14° - 16° C |
gehaltvolle, bukettreiche Rotweine
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16° - 18° C |
Champagner, Sekt
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6° - 8° C |
Dekantieren:
Dekantieren bezeichnet das Umfüllen des Weins aus der Flasche in ein großes, luftiges Gefäß. Man füllt den Wein über Kerzenschein um, unmittelbar vor dem Verzehr. Die Kerze kann auch durch eine Lampe ersetzt werden, schließlich geht es nicht um das "Räuchern" des Weins, sondern nur um die Beobachtung des Bodensatzes in der Weinflasche. Nähert sich der Bodensatz beim Ausgießen dem Flaschenhals, so setzt man ab.
Verkosten:
Für den Weinkenner ist das Verkostungs-Ritual ein sehr wichtiges. Eine andächtige Mine ist genauso Pflicht, wie das zeitlupenartige zelebrieren dieses Aktes. Hier überprüft man den Wein auf seinen Bodensatz, auf eventuelle Korkreste und seine Qualität. Wer kostet, der tut dies in vier Schritten:
- Blick auf das Glas:
Farbe, Klarheit und Konsistenz werden gecheckt.
- Schwenken und riechen:
Die Duftstoffe treten beim Schwenken hervor. Konzentrieren und schnuppern! Der Geruch verrät viel, aber nicht alles.
- Schluck nehmen und "kauen":
Man nimmt den Mund etwa 1/3 voll, dann kaut man, um den Geschmack gleichmäßig im Mund zu verteilen.
- Beurteilen:
Wenn der Wein den Abgang nimmt, verteilt sich der Restgeschmack auf der Zunge. Zeit genug, ein weises Urteil zu fällen...
Richtige Lagerung:
Ideal für die Lagerung von Weinen ist ein dunkler, kühler Raum mit etwas feuchter Luft und einer möglichst konstanten Temperatur zwischen 8° und 12° C oder 10° bis 15° C, wenn Rotwein dabei ist. Wärme und Licht schätzen Weine nicht! Auch sollte man sie nicht in der Nähe von Lebensmitteln oder anderen Waren lagern, die starke Gerüche abgeben, denn Weine "atmen" durch die Korken und neigen dazu, Gerüche aufzunehmen.
Wenn Sie keinen Keller oder andere Lagermöglichkeiten haben, die diese Bedingungen erfüllen, sollten Sie auf jeden Fall einen Ort wählen, der nicht allzu starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Warme Stellen in der Küche oder helle, luftige Plätze in Fensternähe sind jedenfalls nicht zu empfehlen.
Wein sollte immer liegend lagern, damit der Korken feucht und elastisch bleibt. Nur Weine mit Metallverschlüssen können stehend gelagert werden.
Unsere Anregungen und Tipps wurden sorgfältig recherchiert. Wir bitten jedoch um Verständnis dafür, dass wir keine Haftung übernehmen können für Probleme oder Schäden, die aus der Umsetzung unserer Tipps resultieren.
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